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Was kann ich als Angehöriger tun?

 

 

 

Es gibt einige Angehörigen-Vereine, die wertvolle Hilfe anbieten, untenstehend drei davon:

 

www.vask.ch

 

www.angehoerige.ch

 

http://www.psychiatrie.de/familienselbsthilfe/rat/

 

 

Ich persönlich habe folgende Erfahrung gemacht. Wenn ich in einer Krise war, dann war es nicht hilfreich, wenn man mir sagte, was ich zu tun hatte, es war nicht hilfreich, wenn mir jemand in der depressiven Phase sagte, dass ich nur meinen Allerwertesten hoch heben müsste.

 

Die Hirnforschung (auch wenn ich mich nicht nur aufs Hirn reduzieren lasse...) hat rausgefunden, dass das Hirn eines Depressiven in gewissen Arealen inaktiv ist und er dadurch nicht fähig ist, Tätigkeiten zu verrichten. Somit ist es mir am Liebsten, wenn andere Menschen für mich da sind. Sie müssen nicht reden, sie müssen mich nicht animieren, sondern mit mir in Kontakt stehen - wortlos aber hier. Wenn ich sprechen möchte, dann tue ich das - meistens fehlt mir sogar dafür die Kraft - ich liege die Depression aus wie ein jeder anderer Kranker, der eine körperliche Erkrankung hat - nun: gemäss den Hirnforschern ist das Hirn krank und dies sollten sich gewisse Menschen vielleicht mal vor Augen führen.

 

In der Manie habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mich machen lassen und mich leben lassen sollte. Mir gewisse Grenzen zu setzen ist ok, doch nicht zu enge, denn dann werde ich ungehalten, denn mein Hirn ist in diesen Momenten super-aktiv und ich habe keine Zeit für Kleinigkeiten. Ich persönlich bin extrem spontan und witzig und plappere ohne Ende - mir da einen Riegel vorschieben zu wollen, bringt herzlich wenig.

 

Das ist meine Erfahrung - jeder andere macht andere, doch die Hauptsache ist, dass jeder so wahr genommen wird, wie das Gegenüber auch wahr genommen werden möchte.