Leider ist es in der Schweiz nach wie vor so, dass Menschen mit psych. Beladenheiten in sog. geschützten Werkstätten für einen Hungerlohn arbeiten und dort stupide Arbeiten durchführen müssen, nur damit sie eine "Beschäftigung" haben. Dies habe ich auch erfahren müssen. Eingestellt für einen Bürojob, musste ich WCs putzen, Tüten kleben oder Schrauben einpacken. Diese Tätigkeiten hatten die Auswirkung, dass wieder eine schwere depressive Krise anfing.
Menschen in stabilen Phasen brauchen eine Ressourcen orientierte Arbeit in einer "normalen" Umgebung. Untenstehend finden Sie ein PDF-Dokument, welches Fakten und Zahlen zur beruflichen Integration enthält. Interessant dabei ist, dass 33 % aller IV Renten aufgrund von psych. Leiden ausbezahlt werden, in einem Anstellungsverhältnis sind aber nur 14 %.
Aufgrund obiger Ausführungen erscheint es uns wichtig, dass der Dialog zwischen den Ämtern, den Betroffenen, dem Fachpersonal und vor allem den Arbeitgebern stattfindet. Erst wenn sich alle an einen Tisch setzen, kann es unserer Ansicht nach zu einer Verbesserung der Integration von Betroffenen kommen. Sobald die Stelle verloren wird, ist es so oder so schwierig, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, weil vielfach die Krankheitsphase lange andauert und sich der Betroffene nicht als "psych. krank" outen kann.