Verein für psych. erkrankte Künstler

Einführung

Psychische Erkrankungen sind in unserer leistungsorientierten Gesellschaft  nach wie vor ein Tabuthema. Wer "psychisch" krank ist, wird ausgegrenzt, alleine gelassen und soll selber schauen, wo er bleibt. Gewisse Institutionen, die helfen sollten, erreichen das Gegenteil. Der "Kranke" wird stigmatisiert und stigmatisiert sich selber. Sieht man einen Menschen im Rollstuhl, dann denken man: "der Arme..." - bei "psych." Erkrankungen sieht man nichts, dem zu Folge ist auch nichts - Sprüche wie "nimm dich mal zusammen" oder "nimm mal ein Bad, das tut dir sicher gut" sind Usus. Doch wie kann erreicht werden, dass solche Erkrankungen endlich als solche anerkannt werden? - Meines Erachtens durch Aufklärung und viel Hingabe - ich hoffe, dass ich mit diesem Vorstoss einen kleinen Beitrag leisten kann.

 

Grundsätzlich liegt mir der Begriff "Seele" näher am Herzen. Doch wer kann beurteilen, ob meine Seele krank ist oder nicht? - Meines Erachtens kann eine Seele nicht krank, sondern verletzt sein. Solche Verletzungen erlebt jeder Mensch und jeder Mensch erkrankt einmal in seinem Leben an einer Depression. Es werden immer mehr Menschen krank, sei es aufgrund von Partnerschaftskrisen, Problemen im Job oder Traumatisierungen wie beispielsweise schweren Unfällen. Bei Überforderungen wird dann vom Burnout-Syndrom gesprochen, was nichts anderes als eine Depression ist. Meistens kommen solche Patienten ziemlich schnell wieder auf die Beine, auch wenn eine Depression nie mit einem Beinbruch verglichen werden darf, denn sie ist unberechenbar und man weiss nie, wann sie ihr Ende findet. Das Umfeld hat Verständnis für den Betreffenden. Doch was passiert, wenn die Krankheitsphase länger als ein paar Monate dauert? - Der Job ist gefährdet, die Angehörigen werden ungeduldig und die "Freunde" möchten keine Zeit mit dem "Kranken" verbringen, weil er sie deprimiert. der "Kranke" wird isoliert und zieht sich selber zurück. Dies kann im schlimmsten Fall zum Suizid führen.

 

Hier möchte ich mit diesem Portal ansetzen. Meine Erkrankung ist nicht mit einer unipolaren Depression zu vergleichen, sondern kennt neben dem seelischen Tod die totale Ekstase. Während dieser Ekstase tue ich Dinge, die ich im "normalen" Zustand nie machen würde: ohne Führerausweis rumfahren, Autos kaufen oder sogar stehlen. Die Konsequenzen des eigenen Handelns können nicht mehr beurteilt werden. Eine Manie kann aber auch bis in die sog. "Psychose" ausarten. Ich selber bin dann nicht mehr von diesem Planeten und auch nicht mehr ansprechbar. Diese Steigerungen sind für mich rückblickend spirituelle Momente. Sie haben mich auf einen anderen Weg geführt und mir einen tiefen Einblick in mein Innerstes gegeben. Das Unbewusste macht erwiesener Massen über 90 % der Wahrnehmung aus - wie kann die Menschheit bei dieser Tatsache von sich behaupten, sie hätte alles im Griff?

 

Ich möchte Menschen seelischen Krisen beistehen und andere Menschen, die solche Krisen ebenfalls bewältigt haben davon überzeugen, es ebenfalls zu tun. Es ist mir ein Anliegen, dass ich nicht mehr als "Verrückte" oder "Kranke" wahrgenommen werde, sondern als Mensch mit vielen Facetten und Ressourcen. Die Schweiz, so fortschrittlich sie in gewissen Belangen auch sein mag, ist in der Seelenheilkunde (Psychiatrie) ein Entwicklungsland.

 

Leisten auch Sie Ihren Beitrag, damit sich das ändert. Gehen Sie mit mir in die Offensive, damit die Schweiz diesbezüglich etwas menschlicher wird.